ANATOMY OF CO-CREATION

29 Nov 2018

THE ANATOMY OF (CO)CREATION
Co-Kreation durch Körperintelligenz, Intuition und Bewusstsein
mit Steffen Stäuber und Felix Falkenhahn

Dieser Abend bietet eine Reihe nachhaltiger und inspirierender Techniken und Übungen für eine gelungene Kommunikation und Zusammenarbeit in persönlichen und beruflichen Beziehungen.

Die "Anatomy of Co-Creation"
> basiert auf grundlegenden Lebensprinzipien und quantenphysikalischen und quantenphilosophischen Zusammenhängen
> macht aus Nebeneinander und Gegeneinander ein echtes Gegenüber und Miteinander
> fördert mit vielfältigen Methoden (Körperbewusstseinsschulung, Meditation, Sytemische Ansätze, Persönlicher Austausch, Spiele und Übungen) den zwischenmenschlichen Informationsfluss, eine gelungene Kommunikation und eine gesunde Beziehungskultur
> verbindet individuelle Klasse und Qualität mit gemeinschaftlichem Erfolg und sinnvoller und nachhaltiger Vernetzung
> liefert mit ihrer human "soft- and thoughtware" Basistechnologie und Inspiration für persönliche Erfüllung und wirtschaftlichen, projektbezogenen Erfolg

Ort: Co-Creation Loft Berlin
Zeit: 19-22 Uhr
Donation: 10€

 

Grundlage / Philosophie

Grundlage / Philosophie

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der vernünftige Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft geschaffen, die den Diener verehrt und die Gabe vergessen hat. “
„Intelligenz ist hilflos, wenn es um Erfindungen geht. Es gibt einen Bewusstseinssprung - man kann es Intuition oder etwas anderes nennen - und die Entscheidung kommt und wir wissen nicht, wie und warum. “
Albert Einstein

Was Einstein beschreibt, ist die Überbetonung des Materialismus und Rationalismus unserer Zeit und den Mangel an echter Inspiration und Kreativität. Außerdem spricht er die Rolle des Bewusstseins bei neuen Erfindungen und evolutionären, kreativen Prozessen an.

Im Kontext der "Anatomy of Co-Creation" basiert der "vernünftige Geist" oder auch "rationale Verstand" als "treuer Diener", wie ihn Einstein beschreibt, auf unserer Körperintelligenz und Erinnerungsfähigkeit. Nur mithilfe unserer körperlich messbaren Wahrnehmungen sind wir in der Lage uns sinnvoll und nachhaltig durch´s Leben zu navigieren und zu überleben.

Der "intuitive Geist" hingegen basiert auf zunächst nicht beweisbarer Inspiration und Eingebung, welche erst messbar wird, wenn sie an Massen gebunden wird, sich also manifestiert.
Einstein´s Vision und Gespür in Bezug auf die Relativität der Zeit war allerdings ihrerseits nicht komplett aus der Luft gegriffen, sondern basierte auch auf intelligenter Beobachtungsgabe und der Fähigkeit die richtigen Fragen zu stellen.
Einstein hatte eine Ahnung der er gefolgt ist und die ihn letztlich schwarz auf weiß zu einer nützlichen Formel geführt hat, die in der bereits manifesten, messbaren Welt einen greifbaren Wert hat. Ohne seine Relativitätstheorie würde uns satellitengesteuertes GPS durch die minimale Zeitveränderung nie an den richtigen Ort bringen können.

In Analogie zur dieser äußeren Technik/Technologie, die sich auf der Basis (quanten)physikalischer Theorien entwickelt hat, ist das Ziel der Anatomy of Co-Creation, Menschen in ihren Beziehungs- und Arbeitsprozessen zur gleichen Zeit, am richtigen Ort zu wesentlichen und kreativen Impulsen und Entscheidungen zu führen. Dazu Bedarf es der forwährenden Eichung und Ausrichtung des inneren Kompass für die Navigation in komplexen und lebendigen zwischenmenschlichen Systemen.

Doch egal welchen Kompass, oder welches GPS ich nutze, bleibt ein Aspekt bei all dem offen und wissenschaftlich nicht wirklich beweisbar, und zwar das Bewusstsein das Einstein anspricht, bzw. wer der sogenannte bewusste Beobachter im Zusammenspiel von rationalem und intuitivem Verstand ist. Doch dazu weiter unten noch mehr.
(Außerdem sei hierzu der Film "Einsteins Gedankenwelt", z.B. auf Netflix, zu empfehlen).

Im Kontext der "Anatomie der (Co)Kreation", geht es also letztlich um das universelle Zusammenwirken von Körper und Geist, welches sich in der Quantenphysik darin äußert, das die nicht greifbaren Wellen ebenso wichtig sind wie (Be)greifbare Teilchen, bzw. wir wahlweise das eine oder das andere beschreiben können. Nur das das Teilchen Orts- und Massegebunden ist, die Wellen sich aber im ganzen Raum ausbreiten. Und ähnlich wie sich feste und formlose, fließende Zustände ergänzen, basiert der kreative Prozess im Sinne des Zitates von Einstein auf einer sinnvollen Wechselbeziehung, bzw. Rollenverteilung von vernünftigem und intuitiven Geist.

In dem was Einstein rationalen und intuitiven Geist nennt, und die Quantenphysik Teilchen oder Welle, finden sich die universellen Prinzipien von Verbundenheit und Freiheit. Danach können wir die Welt sowohl also materiell, fest und beständig betrachten, als auch in ständigem Wandel begriffen erleben. Beide Perspektiven sind nützlich und unerlässlich für das Wachstum und die Vitalität von Systemen, Beziehungen und kreativen Prozessen.

Und um vom Abstrakten ins konkrete zwischenmenschliche Ko-Kreieren zu kommen, hilft uns dieses Verständnis zum Einen, in Beziehungen scheinbar widersprüchliche Perspektiven zu harmonisieren, bzw. sinnvoll zu nutzen. Zum Beispiel eine eher intuitiv-unkontrolierte oder eher rationale-kontrollierte Herangehensweise an konkrete Projekte. In der Anatomie der (Co)Kreation gibt es keine unnütze Perspektive, jede Sichtweise ist wesentlich. Die Frage ist lediglich welche Dynamik sie entwicklen, was sie möglich machen und was eben nicht. So wird aus einem Diskreditieren und Bekämpfen in Arbeitsprozessen ein ehrliches Herauszufinden, welche Wege und Mittel für den Gesamtprozess sinnvoll sind und welche nicht. Letzlich ist dies auch der Weg, individuelle, persönliche Qualitäten mit den kollektiven, gemeinschaftlichen Potenzialen zu harmonisieren.
(Als Anregung hierzu das Democracy Lab)

Das ermöglicht es z.B. auch in festgefahrenen Beziehungen, in denen Positionen verhärtet sind, Raum zu schaffen, das Bewusstsein zu öffnen, um einen inspirativen Funken zu empfangen, der dem Gesamtsystem und kreativen Prozess einen entscheidenden Dreh verleiht und es voran bringt.

(Hier sei der riesige Himmelskörper erwähnt, der vermutlich einstmals der Erde die Schiefe der Ekliptik verliehen und die Jahreszeiten und lebendige Vielfalt  ermöglicht hat.)

Auf Co-Kreation bezogen ist hier die Körperbewusstseinsschulung unerlässlich, indem sie durch bewussten Atem, Meditation und Entspannungtechniken das Körper-Geist-System in einen Zustand versetzt, der mehr Offenheit und Klarheit mit sich bringt, neue Perspektiven ermöglicht indem die Empfänglichkeit für die von Einstein erwähnten Geistesblitze gesteigert wird. Diese innere Haltung offenbart auch das Potenzial, welches jeder Beziehung innewohnt und ist Voraussetzung es nutzbar zu machen.

Anatomy of Co-Creation - Verstand/Geist & Bewusstsein

Im Kontext der Anatomy if Co-Creation müsste man abschließend und ergänzend zu Einstein noch den "emotionalen oder auch fühlenden Geist" und den "stillen Geist" ins Spiel bringen. Während die Rationalität in Bezug zur Materie steht (greifbar, messbar), die Intuition der geistigen Sphäre zuzuordnen ist (nicht greifbar, messbar), vermittelt der fühlende Verstand (spürbar, erfahrbar) mithilfe des stillen Verstandes zwischen diesen beiden Sphären bzw. Welten, zwischen Vergangenheit und Zukunft und letztlich auch zwischen den verschiedenen Hemisphären des menschlichen Gehirns.

Der fühlende Verstand vermittelt also in Bezug auf die vielfältigen und oft widersprüchlichhen, spannungsgeladenen Emotionen und Gefühle. Vor diesem Hintergrund ist der Begriff emotionale Intelligenz zu verstehen, wobei man ihn in Anlehnung an Einstein durchaus durch emotionale Intuition ergänzen könnte.

Das heisst der "feeling mind" basiert einerseits sowohl ganz rational erklärbar auf der körperlichen Erinnerungsfähigkeit, indem durch bestimmte Lebensumstände Erinnerungen getriggert werden und intelligent verschaltete Reaktionsketten in Gang setzen die sich sowohl sinnvoll als auch ungünstig auswirken können. Gleichzeitig werden Emotionen aber auch von neuen inspirierenden Gedanken beflügelt, als Garant dafür nicht in eingefahrenen Emotionsmustern gefangen zu bleiben Das Gehirn unterscheidet diesbezüglich allerdings nicht zwischen Vergangenheit und Zukunft und Fühlen findet immer jetzt statt

Und genau deswegen kommt der menschlichen Emotionalität und Gefühlswelt bei der Vermittlung zwischen vergangenen Geschehen und zukünftigen Möglichkeiten und Zielen eine zentrale Rolle zu. Während sich die Gefühle und Emotionen aus der Vergangenheit ableiten (egal ob Wut, Ängstlichkeit, Melancholie, Freude) sind sie zugleich Motor und Motivation für die Ziele die wir uns stecken, die wir für die Zukunft haben.

An dieser Stelle ist es wichtig den von Einstein angesprochenen "Leap of consciousness" (Bewusstseinssprung) in Spiel zu bringen und die Rolle des Bewusstseins und des Beobachters ins Spiel zu bringen. Im Rahmen der Anatomie der Co-Creation möchten wir dazu den Begriff Mind mit Bewusstsein ersetzen, da sowohl Verstand als auch Geist in diesem Zusammenhang irreführend sind.

Das heisst das wir es letztlilch mit vier verschiedenen Bewusstseinsqualitäten zu tun haben, wobei die Qualität wahrnehmbar ist, das wahrnehmende Bewusstsein sich logischerweise der Wahrnehmung entzieht und nicht bewiesen werden kann und damit die stille Bewusstseinsqualität widerspiegelt. Radikal gesehen verweisst uns das stille Bewusstsein damit auf das Unbewusste, bzw. das was nicht im Bewusstsein ist. Diese stille Qualität erschließt sich demnach nur im Kontext der drei anderen Bewusstseinsqualitäten. Stille, bzw. Nicht-Existenz ist nur erfahrbar durch etwas anderes als Stille.

Wärend das intuitive oder auch inspirative (positive) Bewusstsein zukunftsweisend, vorwärtsgewandt und befreiend wirkt, basiert das rationale oder auch intelligente, materielle (negative) Bewusstsein auf bereits manifesten Massen und wirkt dadurch rückwärtsgewandt, tragend und stabilisierend. Das emotionale Bewusstsein dient dem Beinhalten der menschlichen, seelischen Erfahrung und der Zentrierung im Hier und Jetzt. Und auch wenn man bei dem Begriff fühlendes oder emtotionales Bewusstseins schnell an Emotionalität denkt, mag es zunächst schwer fallen das zentrierende und ausgleichende darin zu erkennen. Deswegen ist es wichtig an dieser Stelle zu betonen, das es sich zwar aus der Polarität im Spannungsfeld des Lebens speist, aber diese Spannung die durch die Krümmung der Raumzeit entsteht, nur mitilfe des stillen Bewusstseins in einen Energiefluss und eine Emotion überführen und erfahren kann, wenn der Raum dafür da ist. Und genau dieser Raum ist es der die Relativierung von Zeit möglich und dehnbar macht.

Fazit
Die oben beschriebenen, abstrakten Zusammenhänge skizzieren die Anatomie existenzieller und kreativer Prozesse in Systemen und menschlichen Beziehungen und Netzwerken. Sie dienen als Anhaltspunkt für die Ableitung ganz praktischer und effektiver Techniken, Methoden und Übungen.
Sowohl das sinnvolle Nutzen des Körperbewusstsein als auch der Intuitive Geist kommen heutzutage in sämtlichen Beziehungen und Arbeitsprozessen zu kurz und bleiben als Ressource oft ungenutzt. Weiterhin werden Emotionen und Gefühle (angenehme wie unangenehme) oft nicht sinnvoll genutzt, um die entsprechende Motivation und Durchsetzungskraft in Bezug auf persönliche, gemeimeinschaftliche Projekte zu steigern oder zu verstehen warum bestimmte Mittel zum Zweck und Ziel unangemessen sind.
Auch die Qualität der Stille und der Meditation, die ja im Prinzip unabhängig von jeglicher Religion odwer spiritueller Gesinnung und kommt besonders in der Arbeitswelt zu kurz.
Desweiteren wird die ausgleichende, zentrierende und vitalisierende Wirkung einer bewussten und tiefen Atmung nicht genutzt.
Auch ein sinnvoller Umgang mit Grenzen, also Abgrenzen und Öffnen in menschlichen und politischen Beziehungen lässt sich aus der oben dargelegten Anatomie ableiten.